6 Starts – 2 Siege – 4 zweite Plätze und - Wir sind qualifiziert!!
Zu den Rennen im Einzelnen.
Zuerst war Robin Mäder im Junior-Einer B Leistungsgruppe III dran.
Er startete wie gewohnt verhalten und kam erst nach 600m auf Touren. Da war der Gegner aus Wiesbaden aber schon weg. Hinterher sagte mir Robin, dass er dachte er müsse 1500m rudern und nicht 1000m. Immerhin ließ er zwei seiner Gegner weit hinter sich und sicherte sich den zweiten Platz in einer guten Zeit.
Dann kam der Start unseres "Flaggschiffes", dem Doppelvierer der 13-14 Jährigen, über die Langstrecke von 3000m mit Wende nach 2000m.
Hier waren unsere Bekannten der Frankfurter RG Germania wieder mit am Start, denen wir in Mannheim noch 15 Sekunden Vorsprung gelassen haben. Diesmal sollte es weniger sein.
Mit dem alten, aber "kampfwertgesteigerten" Boot "Hessen", das jetzt mit Skullauslegern ausgerüstet wurde, gingen unsere Fünf über die Strecke. Mit konstanter Schlagzahl 34 pro Minute ging es zur Wende nach 2000m leider wurde hier aber wieder viel Zeit verschenkt, sodaß es insgesamt doch wieder der zweite Platz, mit 12 Sekunden Rückstand zur Germania, aber 16 Sekunden Vorsprung zu Kassel wurde. Die ruderische Leistung war aber ersichtlich besser als in Mannheim und fand viel gute Kritik seitens verschiedener Zuschauer, auch der Sichtungskommission der hessischen Ruderjugend.
Mit diesem zweiten Platz hat sich unsere Mannschaft schon für den Bundeswettbewerb in München, vom 3. bis 5. Juli qualifiziert.
Nach diesem Ergebnis hat sich unsere Mannschaft aber für den nächsten Tag und das Rennen über 1000m fest vorgenommen, das Frankfurter Boot zu schlagen.
Dieses Rennen ist ebenfalls Qualifikationsrennen, aber das Ergebnis über 3000m hat mehr Gewicht. Die Mannschaften werden hier nach den Resultaten des Vortags gesetzt.
Also werden wir neben Frankfurt liegen.
Als drittes Neptun-Boot gingen Robin Mäder und Tim Schiemann im Junior-B Doppelzweier an den Start. Nach schnellem Start schob sich aber das Boot aus Holzminden vor unseres und hielt bis 600m diese Führung. Hier wachten unsere Beiden dann auf und begannen mit erhöhter Schlagzahl das führende Boot zu attackieren. 100m vor dem Ziel gingen sie dann auch in Führung und lagen im Ziel dann eine Länge vor den Gegnern auf dem ersten Platz.
Sieg für Neptun und eine überglückliche Mannschaft.
Kurioser Weise wird unser Verein im Register des DRV als "RC-Neptun Erfelden-Riedstadt" geführt und im Meldeergebnis steht nur RC-Neptun e.V.. Von der Regattaleitung bekam ich nach meiner Intervention diese Auskunft, die mich doch sehr verwundert hat. Der Vorstand wird dieser Sache sicher schnellstens klärend und richtigstellend nachgehen.
Der Sonntag begann mit einem Sieg für Robin im Junior-Einer B.
Mit einem blitzsauberen und schnellen Start, legte er sich gleich auf den ersten 100m mit ein bis zwei Längen vor seine Gegner und verteidigte seine Führung souverän. Er wehrte alle Angriffe der aufkommenden Gegner ab und blieb bis ins Ziel mit drei Längen Abstand auf Platz eins.
Unser Jungen-Doppelvierer musste heute über 1000m ran. Über diese Strecke ist ja bereits in Mannheim gegen die Frankfurter RG Germania, ein sehr gutes Rennen gelungen.
Nach dem zweiten Platz vom Vortag, war die Mannschaft heute hochmotiviert den Frankfurtern zu zeigen, wer der Chef über die 1000m ist.
30 Minuten vor dem Start ging die Mannschaft zum Einfahren aufs Wasser. Der Trainer (ich) hatte sich eigens für dieses Rennen von Udo Hild, einem befreundeten Trainer, sein Motorboot ausgeliehen um mit den Jungs einen Startaufbau zu üben.
Denn es war sehr wichtig, einen schnellen und sauberen Start hinzulegen, um gleich die Führung zu übernehmen und den Gegner in Schach zu halten.
Im Rennen gelang dies auch hervorragend.
Am Start konnte sich das Frankfurter Boot nur eine Luftkastenlänge in Front schieben.
Unsere Jungs schoben sich dann aber Schlag für Schlag am Frankfurter Boot vorbei und lagen mit langen, kräftigen Zügen mit Schlagzahl 36, bei 500m eine halbe Länge in Führung.
Der Regattasprecher kommentierte das packende Rennen und als er unser Boot in Führung ausrief, kamen einige Zuschauer und Ruderer an die Strecke gelaufen, um unser Boot anzufeuern. Die wollten nämlich alle unser Boot vor Frankfurt sehen.
Die Brücke, die ca. 100m vor dem Ziel über die Fulda geht, war voller Zuschauer, die sich nur für dieses Rennen dort versammelt hatten.
Gerade als die Mannschaft daran war die Führung weiter auszubauen, passierte es.
Durch eine kurze Phase unsauberen Ruderns, legte sich das Boot nach Backbord, wodurch die Ruder auf Steuerbord etwas aus dem Wasser rutschten. Dadurch bekam Schlagmann Dominik einen Wasserberg von hinten auf sein Steuerbord-Skull, der es etwas verdrehte.
Dadurch setzte er nicht senkrecht ins Wasser und das Skull tauchte zu tief ein.
Ein klassischer Krebs. Dominik verlor das Skull kurz aus der Hand und musste einen Schlag aussetzen um seiner wieder habhaft zu werden. Es brauchte noch zwei Schläge, bis er wieder im Takt war. Derart aus dem Rhythmus gekommen fasste sich die Mannschaft erst nach weiteren 3-4 Schlägen. In dieser Zeit war das Frankfurter Boot wieder heran gekommen und schob sich an unserem Boot vorbei. Alle Versuche wieder die Führung zu übernehmen, scheiterten am wieder erstarkten Wiederstand der Frankfurter.
Im Ziel war es dann wiederum eine halbe Länge, die das Frankfurter Boot vor Unseren war.
Aber es war eine hervorragende Leistung unserer jungen Mannschaft, die sich mit den beiden zweiten Plätzen für den Bundesentscheid der Jungen und Mädchen, vom 3. bis 5. Juli in München qualifiziert haben. Nach anfänglicher großer Enttäuschung und Niedergeschlagenheit, angesichts des unglücklich verlorenen Rennens, wurde aber dann doch allen klar "dies war sicher der letzte Sieg der Germania über uns."
Nach Analyse des Fehlers stieg die Stimmung wieder und man brennt darauf, sich möglichst bald wieder mit den "Germanen" zu messen.
Als letztes Rennen gaben wieder Robin und Tim ihr Bestes.
Sie hatten es mit den Gegnern vom Vortag und einem starken Offenbacher Boot zu tun, dass ein Jahr älter und erfahrener war.
Vom Start weg zog dann auch dieses Boot auf und davon und ließ unseren Beiden keine Chance in die Nähe zu kommen. Die hatten alle Hände voll zu tun, die Gegner vom Vortag zu bändigen, die unbedingt vor unserem Boot ins Ziel kommen wollten.
Nach anfänglich zweiter Position bei 150m fielen Tim und Robin auf den dritten Platz zurück und es schien als sollte es so bleiben. Bis dann bei 700m ein Ruck durch die beiden ging und sie Druck und Schlagzahl erhöhten. Es wurde noch einmal spannend. Das Boot aus Holzminden wollte vorne bleiben und erhöhte ebenfalls die Schlagzahl. Beide Boot jagten mit hoher Frequenz dem Ziel entgegen und am Ende hatten unsre beiden den Luftkasten vorne. Eine halbe Sekunde hatten sie ihr Boot vor dem Gegner.
Ein sehr guter und mit einer klasse kämpferischen Leistung herausgefahrenen zweiter Platz.
Alles in Allem hat sich unsere Mannschaft wieder hervorragend geschlagen und viel Kämpferherz gezeigt. Sie haben sich voll ins Zeug gelegt und zu keinem Zeitpunkt aufgegeben.
Auch neben der Regatastrecke haben wir in der Unterkunft oder beim Abendessen eine Menge Spass gehabt. Das sind wirklich tolle Jungs und ich bin stolz ihr Trainer sein zu können.
Die nächsten Starts sind für Pfingsten 30./31.5./1.06. in Gießen geplant.
Die Jungs sind schon ganz heiss darauf wieder gegen Frankfurt zu rudern und zu zeigen, wer das schnellere Team ist – WIR!!

