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Hochklassig bei der 62. Regatta in Wi-Schierstein vom 9./10. Sept.

25.09.2017 00:00 von Redakteur

Hochklassik in Wiesbaden-Schierstein

Mitunter kann beim Rudern schon mal der gefühlte Erfolg über dem Messergebnis stehen. Eventuell nicht unbedingt im Männerdoppelzweier (Niklas und Tobi), unserem ersten Rennen am Samstag, wo wir durch eine kleine Unachtsamkeit beim Melden im Lauf mit einem Olympiateilnehmer (in der Sportart Rudern) von 2016 gelandet sind. Unter Aufbietung aller Kräfte gewannen wir dieses Rennen überraschend nicht, hatten aber immerhin jederzeit einen Blick auf Tobias Roos, einem ehemaligen RCN‘ler, und seinen Partner. Beide fuhren im Vorfeld der Regatta beim Melden eine ausgeklügelte mehrstufige links-blinken-rechts-fahren-Strategie und lagen plötzlich doch neben uns am Start - ein Wiedersehen, das angesichts eines Altersdurchschnitts von 29 Jahren immerhin unsere Bernkasteler Nachbarn ermutigt hat, am zweiten Tag aus Leistungsklasse 2 hochzumelden.

Bernkastel ist auch gleich das Stichwort für das nächste Rennen, denn für das Projekt „Zweier ohne – Wege aus der Vernunft“ mussten wir vor dem leuchtend roten Zelt unserer Nachbarn nach einem schmerzfreien Schlagmann fischen. Lars hat sich denn auch erweichen lassen, die mittlerweile tosende See des Schiersteiner Hafens zusammen mit Tobi zu befahren und im ersten Versuch gleich Erfolge zu generieren: Nirgends draufgefahren und nicht gekentert! Der Regattasprecher ließ sich sogar dazu hinreißen, das Rennen als „hochklassisch“ einzustufen. Am nächsten Tag lief das Boot deutlich schneller und wir konnten den Abstand auf die Zweiten aus Frankfurt sogar derartig weit verkürzen, dass diese eine geschickt formulierte Suggestivfrage (nicht unmittelbar aber letztlich doch) dahingehend beantworteten, sich angestrengt zu haben.

Bisher hatten wir nichts gewonnen, aber für den Masters-Männerdoppelzweier von Georg und Tobi gab es ja einen wasserdichten Plan. Wir wollten uns mit einer vor Ort angebotenen Schiersteiner Spezialität, der Ruderer Pfanne, auf den Sieg vorbereiten. Allerdings hatten wohl unsere Gegner aus Weilburg die letzten beiden Portionen abgestaubt und mit den ersatzweise gewählten völlig unpassenden Grillgerichten im Bauch war natürlich an einen Sieg nicht mehr zu denken. Unter dem Strich war an diesem Wochenende erstklassiger Rudersport geboten, teilweise gemischt mit drittklassigem Segelsport. Beide Dinge wussten wir als Zuschauer jedoch ein klein wenig mehr zu schätzen, denn als Teilnehmer im Wettkampf.

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